Gemeinsame Position der BMW Group und Allianz Worldwide Partners zum Haftungsrecht für automatisiertes Fahren

Die Marktreife von vollautomatisierten Fahrzeugen ist in den letzten Jahren deutlich näher gerückt. Hochmoderne Fahrerassistenzsysteme sorgen schon jetzt nachweislich für mehr Sicherheit auf den Straßen und gehören immer häufiger zur Ausstattung der am Markt angebotenen Modelle. Man geht davon aus, dass teil- und vollautomatisch gesteuerte Fahrzeuge die Unfallhäufigkeit deutlich senken werden. Die Haftungsfrage stellt sich dabei weiterhin: sie ist daher ein Schwerpunkt einer gemeinsam von Allianz Worldwide Partners und der BMW Group ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe zum Thema automatisiertes Fahren.

Mit dem Übergang von der individuellen Steuerung durch den Menschen zur automatisierten Fahrweise erwartet Allianz Worldwide Partners auch eine Verschiebung der Verantwortlichkeiten. Allerdings unterstützen beide Unternehmen  den Grundsatz, dass bei jedem Vorfall, der auf den Betrieb eines Fahrzeugs zurückgeht, der Kfz-Versicherer für den Geschädigten auch weiterhin die erste Anlaufstelle  sein sollte – unabhängig davon, ob das Fahrzeug manuell oder automatisch bewegt wurde. Viele Länder folgen diesem Grundsatz bereits und verbinden ihn mit einer verpflichtenden Kfz-Haftpflichtversicherung. In dieser Konstellation haftet der Fahrzeughalter für die Fehler des Fahrers sowie für mögliche technische Defekte des Fahrzeugs und der Versicherer übernimmt entsprechende Ansprüche. Diese Regelung gilt auch heute schon. Liegt eine Fehlfunktion des Fahrzeugs vor, werden der Automobilhersteller und das Versicherungsunternehmen im Nachgang die Kausalität und Verantwortlichkeiten gemeinsam prüfen. „Wir sind uns einig, dass der derzeit gültige Grundsatz sich auch für teil- und vollautomatisierte Fahrzeuge eignet, und wir unterstützen eine entsprechende globale Standardisierung“, erklärt Elmar Frickenstein, bei der BMW Group Senior Vice President für den Bereich Autonomes Fahren.

„Kommt es zu einem Unfall, erhalten dann sowohl der Fahrzeughalter als auch mögliche Unfallgeschädigte zügig Hilfe, und zwar ohne die Unsicherheiten, die eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung mit der verantwortlichen Partei mit sich bringen würde“ erläutert Claudius Leibfritz, CEO Allianz Global Automotive und Board Mitglied von Allianz Worldwide Partners. „Daher unterstützen wir die Ausweitung dieses Grundsatzes auf andere Märkte.“

Darüber hinaus wollen Allianz und die BMW Group ihre Zusammenarbeit in Bezug auf das automatisierte Fahren weiter intensivieren, um gemeinsam mögliche Hindernisse auf dem Weg in die Zukunft der individuellen Mobilität abzubauen. „Wir setzen uns zusammen mit der BMW Group für die Markteinführung automatisierter Fahrzeuge ein. Mit unseren Experten des Automotive Innovation Center, die über ein fundiertes Wissen im Bereich autonomes Fahren verfügen, sind wir optimal aufgestellt“, sagt Claudius Leibfritz.

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